Klare Antworten auf die Fragen, die uns Fahrzeughersteller und Zulieferer am häufigsten stellen.
Es gibt mehr elektrische Komponenten, aber sie ersetzen mechanische: Ein Motor pro Rad macht die Differenziale, Differenzialsperren, das Verteilergetriebe und die langen Antriebswellen eines vergleichbaren Allradfahrzeugs überflüssig. Die vier Motoren sind kleine, identische Standardteile. Nach unserer Schätzung liegt die Antriebshardware im gleichen Kostenbereich wie ein konventioneller 4×4-Antriebsstrang; dies bestätigen wir pro Anwendung mit Zulieferern. Die Komplexität verlagert sich von der Mechanik in die Software – und genau dort liegt unser Mehrwert.
Nicht unbedingt. Vier kleine Motoren mit ihren Untersetzungsstufen ersetzen einen Zentralmotor, Differenziale und Wellen. Da die Motoren innenliegend am gefederten Fahrgestell sitzen statt in den Rädern, bleibt die ungefederte Masse gering, was Fahrkomfort und Traktion zugutekommt. Die endgültige Masse hängt vom Fahrzeug ab; wir erstellen pro Anwendung ein Massenbudget.
Wir beanspruchen keinen Effizienzvorteil. Der Energieverbrauch liegt im gleichen Bereich wie bei einem konventionellen elektrischen Antriebsstrang gleicher Masse. Die Vorteile der Plattform sind Manövrierfähigkeit, Traktion und Packaging. Die Reichweite wird durch die für die Anwendung gewählte Batterie und Fahrzeugmasse bestimmt.
Es gibt weniger mechanische Verschleißteile: kein Differenzialöl, kein Verteilergetriebe, keine langen Kardanwellen. Stattdessen gibt es gekapselte Elektromotoren, Steuergeräte und Aktuatoren aus der etablierten EV-Lieferkette. Jedes Radmodul lässt sich separat diagnostizieren und als Einheit tauschen.
Jedes Rad hat einen eigenen Motor und einen eigenen Lenkaktuator, und das Steuerungssystem ist so ausgelegt, dass bei Ausfall eines Rades die anderen übernehmen und das Fahrzeug noch einen sicheren Ort erreichen kann. Der Seitwärtsmodus ist auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt und wird zwischen 7 und 10 km/h sanft ausgeblendet; die normale Lenkung bleibt immer verfügbar. Die funktionale Sicherheit wird unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen entwickelt – etwa ISO 25119 für Landmaschinen, ISO 13849 für Maschinen und ISO 26262 für Straßenfahrzeuge – und pro Anwendung gemeinsam mit dem Partner zertifiziert.
Überwiegend ja – und genau dort arbeiten unsere Zielfahrzeuge: auf Betriebshöfen, Feldern, zwischen Pflanzreihen, in Häfen, Depots und Innenstädten. Bei Straßengeschwindigkeit verhält sich das Fahrzeug wie ein konventionelles Allradfahrzeug, mit abgeschaltetem Seitwärtsmodus.
Der Hundegang ist von Teleskopladern, Erntemaschinen und einigen Pkw bekannt, meist mit mechanischem Antriebsstrang und einem Ein/Aus-Modusschalter. Freiberger kombiniert einen Motor pro Rad an Schwingachsen – mit optionalen Portalgetrieben für hohe Bodenfreiheit oder einem Niederflurboden zwischen den Achsen mit denselben Radmodulen – mit einer Lenklogik, bei der die Seitwärtsbewegung mit zunehmender Geschwindigkeit sanft ausgeblendet wird, während die normale Lenkung nie eingeschränkt wird. Diese Kombination ist Gegenstand unserer Patentanmeldungen.
Bei diesen Fahrzeugen lenken die Hinterräder einige Grad – typischerweise etwa 10° – gleichsinnig mit den Vorderrädern mit, sodass sich das Fahrzeug bei niedriger Geschwindigkeit leicht schräg bewegen kann. Bei der Freiberger-Plattform lenken alle vier Räder bis zu 40° bei Schrittgeschwindigkeit, und die Seitwärtsbewegung wird mit zunehmender Geschwindigkeit sanft ausgeblendet, während die normale Lenkung verfügbar bleibt. Sie ist von Anfang an in die Antriebs- und Lenkplattform integriert – für Fahrzeuge, die täglich auf engem Raum arbeiten.
Corner-Module platzieren den Motor – und oft auch Bremsen und Lenkung – am oder im Rad. Das macht das Rad schwerer und setzt den Motor Wasser, Steinen und Schlägen aus. Freiberger hält die Motoren innenliegend am gefederten Fahrgestell und treibt die Räder über Schwingen an, mit optionalen Portalgetrieben. So bleibt die ungefederte Masse gering, die Motoren sind geschützt, und mit denselben Radmodulen ist entweder hohe Bodenfreiheit oder ein Niederflurboden zwischen den Achsen möglich. Unsere Lenklogik, bei der die Seitwärtsbewegung mit zunehmender Geschwindigkeit ausgeblendet wird, ist gemeinsam mit dieser Anordnung ausgelegt.
Ja. Die Plattform besteht aus vier identischen Radmodulen und einer Lenklogik. Motoren, Getriebe und Lenkaktuatoren werden auf Masse und Einsatzprofil des Fahrzeugs ausgelegt, von leichten Stadtfahrzeugen bis zu Kommunal- und Feldfahrzeugen. Die Lenklogik passt sich an Radstand und Spurweite an. Wir dimensionieren die Module pro Anwendung gemeinsam mit dem Partner.
Im Oktober 2026 wurden drei niederländische Patentanmeldungen eingereicht (Patent angemeldet). Sie betreffen die Antriebsanordnung, den lenkbaren Radträger mit Portalgetriebe und die geschwindigkeitsabhängige Lenklogik. Internationale Anmeldungen sind geplant. Details teilen wir mit Partnern im Rahmen einer Geheimhaltungsvereinbarung.
Das Konzept ist vollständig modelliert und simuliert, einschließlich Kinematik, Lenklogik und Fahrdynamik. Ein Prototyp ist im Bau, um das Antriebs- und Lenkkonzept zu validieren. Die Entwicklung in Originalgröße ist der nächste Schritt, vorzugsweise gemeinsam mit einem Partner für dessen Anwendung.
Pro Anwendungsfeld, unter Lizenz oder als gemeinsame Entwicklung. Eine Lizenz gibt Ihnen das Recht, die Plattform in Ihrem Fahrzeugsegment zu nutzen, exklusiv wo sinnvoll. In einer gemeinsamen Entwicklung passen wir die Plattform an Ihr Fahrzeug an, vom Prototyp bis zur Serie, mit Engineering-Unterstützung, Simulationsmodellen und Lenksoftware. Außerdem arbeiten wir mit Zulieferern von Motoren, Steuergeräten, Getrieben, Gelenken, Aktuatoren und Batterien zusammen.
Ja. Die Plattform ist vollständig drive-by-wire: Lenkwinkel und Drehmoment werden elektronisch vorgegeben, Rad für Rad. Eine Lenklogik bedient einen Fahrer in der Kabine, einen Fernbediener und ein autonomes System. Die Schnittstellen werden pro Projekt vereinbart.
Das hängt von der Fahrzeugklasse ab – land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge bzw. Geländemaschinen, Leichtfahrzeuge oder Nutzfahrzeuge. Für Kleinserien und Sonderfahrzeuge stehen Einzel- oder Kleinseriengenehmigungen zur Verfügung. Wir planen den Genehmigungsweg pro Anwendung gemeinsam mit dem Partner.
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